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Delirbehandlung: Neuroleptika schlechter als Placebo

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 3. Januar 2017

In einer Doppelblindstudie wurde untersucht, ob Risperidon (Risperdal® u.a.) oder Haloperidol (Haldol®) Symptome eines Delirs besser lindern als Placebo. Das Studienkollektiv bestand aus 247 Patienten und Patientinnen, die, an einer unheilbaren Erkrankung leidend, einer Palliativbetreuung bedurften und bei denen sich ein Delir entwickelt hatte. Die Dosis von Risperidon und Haloperidol betrug anfänglich 2-mal 0,5 mg/Tag; je nach Symptomen konnte sie bis auf 4 mg/Tag erhöht werden. Auch auf nicht-medikamentöse Massnahmen einer Delirbehandlung wurde geachtet (genügende Hydrierung, Tragen von Seh- und Hörhilfen, Anwesenheit von Angehörigen). Nach drei Tagen waren die Delirsymptome unter Placebo signifikant stärker zurückgegangen als unter Risperidon oder Haloperidol. Auch die Überlebenswahrscheinlichkeit lag bei Placebo höher als bei den beiden Neuroleptika.

Kurzform der Studie aus dem «JAMA Internal Medicine»: Efficacy of Oral Risperidone, Haloperidol, or Placebo for Symptoms of Delirium Among Patients in Palliative Care

 
Delirbehandlung: Neuroleptika schlechter als Placebo (3. Januar 2017)
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