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Überbrückendes Heparin bei Beginn einer oralen Antikoagulation: ungünstiges Nutzen/Risiko-Verhältnis

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 10. Januar 2017

In einer retrospektiven Kohortenstudie untersuchte man rund 90’000 Personen, bei denen wegen Vorhofflimmerns eine orale Antikoagulation erforderlich geworden war. Man verglich die Individuen, bei denen zu Beginn der oralen Antikoagulation zur Überbrückung zusätzlich ein Heparin oder Fondaparinux (Arixtra®) verschrieben worden war, mit denjenigen, bei denen kein solches «Bridging» stattgefunden hatte. Relevante Blutungen waren in der «Bridging»-Gruppe signifikant häufiger auftreten als in der Kontrollgruppe (4,7 gegenüber 3,0‰). Bei den Ereignissen, die durch die Antikoagulation verhütet werden sollen – ischämisch bedingte Schlaganfälle, systemische Embolien –, fand sich dagegen kein signifikanter Unterschied.

Volltext der Studie aus dem «Journal of the American Heart Association»: Short-€Term Risk of Bleeding During Heparin Bridging at Initiation of Vitamin K Antagonist Therapy in More Than 90’000 Patients With Nonvalvular Atrial Fibrillation Managed in Outpatient Care

«infomed-screen»-Text zum Thema (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Nutzen einer periinterventionellen Heparinisierung fraglich

 
Überbrückendes Heparin bei Beginn einer oralen Antikoagulation: ungünstiges Nutzen/Risiko-Verhältnis (10. Januar 2017)
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