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Subakromiale Dekompression ohne Vorteile

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 4. Dezember 2017

Schulterschmerzen sind in der Mehrheit der Fälle durch ein subakromiales Problem bedingt («Impingement-Syndrom»). Solche Schulterbeschwerden werden zunehmend auch chirurgisch behandelt, in Form einer arthroskopischen subakromialen Dekompression. Dieses Verfahren ist nun in einer randomisierten Studie überprüft worden.
274 Personen mit subakromialen Schmerzen (aber ohne Rotatorenmanschettenruptur) wurden auf drei Gruppen verteilt: In der ersten wurde eine arthrospische Dekompression durchgeführt, in der zweiten lediglich eine Arthroskopie, und in der dritten verzichtete man auf einen Eingriff. Primärer Endpunkt waren der Rückgang der Schmerzen und die Verbesserung der Schulterfunktion, gemessen anhand des «Oxford Shoulder Score», der von 0 bis 48 Punkte reicht. Nach 6 Monaten hatte sich die Punktezahl in der ersten Gruppe von 25 auf 33 verbessert, in der zweiten von 27 auf 34 und in der dritten von 26 auf 29. Statistisch erzielte man in beiden Gruppen, in denen ein Eingriff stattgefunden hatte, ein besseres Ergebnis als in der Gruppe ohne Intervention; klinisch beurteilt, werden die Unterschiede aber nicht als bedeutsam zu betrachtet.

Volltext der Studie und des Begleitkommentars aus dem «Lancet»: Arthroscopic subacromial decompression for subacromial shoulder pain (CSAW): a multicentre, pragmatic, parallel group, placebo-controlled, three-group, randomised surgical trial und No benefit of arthroscopy in subacromial shoulder pain

 
Subakromiale Dekompression ohne Vorteile (4. Dezember 2017)
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