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Bekannte und neue Probleme von HIV-Mitteln

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 19. März 2004

Eine vor einigen Monaten im "New England Journal of Medicine" publizierte Beobachtungsstudie ergab, dass unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie das Risiko eines Myokardinfarktes ansteigt, und zwar um 26% pro Behandlungsjahr (im Zeitraum der ersten vier bis sechs Behandlungsjahren). Absolut gesehen war die Infarkthäufigkeit mit einer Inzidenz von 3,5 pro 1000 allerdings gering.

Abstract der Studie:
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/349/21/1993

Arzneimittelbehörden und Herstellerfirma haben darauf aufmerksam gemacht, dass Nevirapin (Viramune®) – ein nicht-nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Hemmer, der unter anderem eingesetzt wird, um HIV-Übertragungen auf Neugeborene zu verhindern – schwere, unter Umständen lebensbedrohende Leberschäden auslösen kann. Bei den Betroffenen entwickelte sich oft auch ein Hautausschlag. Besonders gefährdet scheinen Frauen sowie Personen zu sein, bei denen die Zahl der CD4-Zellen über 250/µl liegt.

Amerikanischer "Dear Doctor Letter" und Information von Swissmedic:
http://www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2004/viramune_deardoc_Feb04.pdf
http://www.swissmedic.ch/de/fach/overall.asp?theme=0.00086.00001.00001&theme_id=923&news_id=4011&page=1

 
Bekannte und neue Probleme von HIV-Mitteln (19. März 2004)
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