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Hormonsubstitution verspricht nicht einmal bessere Lebensqualität

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 21. März 2003

Die Verabreichung einer Östrogen/Gestagen-Kombination in der Postmenopause weist ein ungünstiges Nutzen/Risiko-Profil auf - dies ist das Fazit der WHI-Studie ("Women's Health Initiative"), die im letzten Jahr veröffentlicht worden ist. Das "New England Journal of Medicine" hat nun eine zusätzliche Analyse dieser Studie vorzeitig im Internet publiziert. Bei dieser Analyse hatte sich gezeigt, dass Frauen, die nicht oder nur unter geringen Postmenopause-Beschwerden leiden, auch in Bezug auf die Lebensqualität nicht von einer Hormonsubstitution profitieren; insbesondere hatten die Hormone keinen Einfluss auf depressive Symptome, kognitive Fähigkeiten oder Sexualfunktionen. Damit wird unterstrichen, dass es für eine Hormonsubstitution keine Indikation mehr gibt, wenn keine störenden vasomotorischen oder urogenitalen Beschwerden vorhanden sind.

Volltext der Studie und begleitendes Editorial aus dem NEJM (PDF-Files, "Acrobat Reader" nötig): http://content.nejm.org/cgi/reprint/NEJMoa030311v1.pdf
http://content.nejm.org/cgi/reprint/NEJMp030038v1.pdf

Abstract der WHI-Originalpublikation:
http://jama.ama-assn.org/cgi/content/abstract/288/3/321

Östrogendossier von Infomed:
http://www.infomed.org/pharma-kritik/oestrogen.php

Frühere BDN-Texte zur Hormonsubstitution:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn08.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn10.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn37.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn68.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn69.html


 
Hormonsubstitution verspricht nicht einmal bessere Lebensqualität (21. März 2003)
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