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Paracetamol — Leberversagen auch unter «normalen» Dosen möglich

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 15. Dezember 2010

Im «British Medical Journal» wurde kürzlich von zwei Personen berichtet, bei denen sich unter einer Paracetamol-Tagesdosis von 4 g ein akuter Leberschaden entwickelte. Im einen Fall handelte es sich um einen 43-jährigen, an einem Morbus Crohn leidenden Mann, der sich in einem schlechten Ernährungszustand befand, nur noch 30 kg wog und letztlich an einem Multiorganversagen starb, im anderen Fall um eine 32-jährige Frau, bei der ein Alkoholabusus vorlag.
Die beiden Fälle erinnern daran, dass eine Paracetamol-Tagesdosis von 4 g, die als obere, aber noch sichere Grenze gilt, unter ungünstigen Umständen bereits einen schweren Leberschaden auslösen kann. Gefahr bedeuten insbesondere Zustände, bei denen ein Glutathionmangel oder eine Zytochrominduktion besteht, was nach Paracetamol-Einnahme zu erhöhten Spiegeln des hepatotoxischen Metaboliten führen kann.

Fallberichte aus dem «British Medical Journal»:
http://paracetamol-bmj.notlong.com

Aktuelle Übersicht zu Paracetamol:
http://paracetamol-ccjm.notlong.com

Früherer BDN-Text zu Paracetamol:
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=236

 
Paracetamol — Leberversagen auch unter «normalen» Dosen möglich (15. Dezember 2010)
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