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Cranberrys als Zystitis-Prophylaxe: auch im Vergleich mit Antibiotikum ernüchterndes Resultat

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 13. September 2011

199 prämenopausale Frauen mit mindestens drei symptomatischen Harnwegsinfekten im zurückliegenden Jahr erhielten doppelblind ein Jahr lang eine Prophylaxe mit niedrigdosiertem Cotrimoxazol (Bactrim® u.a., 1-mal 480 mg/Tag) oder einem Cranberry-Extrakt (2-mal 500 mg/Tag). Mit Cotrimoxazol betrug die durchschnittliche Zahl an Harnwegsinfekt-Rezidiven 1,8, die Anzahl der Frauen, die mindestens ein Harnwegsinfekt-Rezidiv erlitten, 71% und die Frist bis zum Auftreten des ersten Harnwegsinfekt-Rezidivs im Median 8 Monate; mit dem Cranberry-Extrakt ergaben sich als entsprechende Zahlen 4,0, 78% und 4 Monate – das «Non-inferiority»-Kriterium war somit nicht erfüllt. Als Nachteil der Prophylaxe mit Cotrimoxazol zeigte sich, dass sie zu einer erheblichen Zunahme von resistenten Keimen führte.

Abriss der Studie aus den «Archives of Internal Medicine»

Frühere BDN-Texte zu Cranberrys:
Cranberry-Saft scheint als Zystitis-Prophylaxe keine Wirkung zu haben
Cranberrys und orale Antikoagulantien: eine potentiell gefährliche Kombination

 
Cranberrys als Zystitis-Prophylaxe: auch im Vergleich mit Antibiotikum ernüchterndes Resultat (13. September 2011)
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