bad drug news

Neues zum teratogenen Risiko von SSRI

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 28. Juni 2011

Das teratogene Potential von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) ist nach wie vor nicht eindeutig definiert. Aus Finnland kommt jetzt eine grosse retrospektive Kohortenstudie, in der aufgrund nationaler Register nach dem Zusammenhang zwischen SSRI-Exposition und angeborenen Fehlbildungen gesucht wurde. Die Studie bezieht sich auf die Geburten zwischen 1996 und 2006 und umfasst fast 7000 Nachkommen von Frauen, die im ersten Schwangerschafts-Trimester einen SSRI einnahmen. Für einzelne SSRI konnte ein Zusammenhang mit bestimmten Fehlbildungen gezeigt werden: Dies betraf Fluoxetin (Fluctine® u.a.) und isolierte Kammerseptumdefekte, Paroxetin (Deroxat® u.a.) und Defekte des rechtsventrikulären Ausflusstraktes sowie Citalopram (Seropram® u.a.) und Neuralrohrdefekte. SSRI-exponierte Nachkommen hatten zehnmal häufiger ein fetales Alkoholsyndrom als Kinder von Frauen, die keine SSRI erhielten. Die in Obstetrics & Gynecology publizierte Studie kann im Volltext gelesen werden.   

 
Neues zum teratogenen Risiko von SSRI (28. Juni 2011)
Copyright © 2018 Infomed-Verlags-AG

infosheet projekt infos

pharma-kritik abonnieren

infomed-screen abonnieren

mailingliste abonnieren

rss feed abonnieren

Ressourcen Links
Bad Drug News index
pharma-kritik abonnemente
infomed-screen abonnemente
pharma-kritik neu im web
aktueller pharma-kritik jahrgang