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Acetylsalicylsäure (Aspirin® u.a.): Nutzen bei der Primärphrophylaxe weiterhin zweifelhaft

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 21. Januar 2012

Mit einer aktuellen Metaanalyse wird das Wissen auf den neusten Stand gebracht, was den Nutzen von Acetylsalicylsäure (ASS) bei Personen anbelangt, bei denen keine kardiovaskuläre Erkrankung bekannt ist. Gemäss dieser Zusammenstellung senkt ASS im Vergleich zu Placebo zwar das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses um 10% (was vor allem auf der 20%-igen Abnahme der nicht-tödlichen Herzinfarkte beruht); doch weder die Gesamtmortalität noch die kardiovaskulär oder krebsbedingte Sterblichkeit werden signifikant vermindert. Dabei ist auch in Betracht zu ziehen, dass unter ASS die Gefahr einer ernsthaften Blutung um über 30% steigt. Möglicher Nutzen und Schaden der ASS-Primärprophylaxe lassen sich folgendermassen gegenüberstellen: die «number needed to treat» (NNT), dass während einer 6-jährigen Zeitspanne ein nicht-tödlicher Herzinfarkt verhindert wird, beträgt 162, die «number needed to harm» (NNH), dass sich eine Blutungskomplikation ereignet, 73.

Kurzbeschreibung der Metaanalyse aus den «Archives of Internal Medicine»

Früherer BDN-Text zu ASS: Acetylsalicylsäure: Kein klarer primärprophylaktischer Nutzen bei Diabetes

 
Acetylsalicylsäure (Aspirin® u.a.): Nutzen bei der Primärphrophylaxe weiterhin zweifelhaft (21. Januar 2012)
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