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Fentanyl und Serotonin-Syndrom

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 18. Mai 2012

Im aktuellen «Canadian Adverse Reaction Newsletter» wird beschrieben, dass Fentanyl wahrscheinlich zu einem Serotonin-Syndrom führen kann, wenn es mit serotoninergen Substanzen kombiniert wird. Unterstrichen wird dies mit fünf in Kanada gemeldeten Fällen, bei denen Fentanyl – intravenös verabreicht bei der Anästhesie oder als Pflaster appliziert zur Behandlung chronischer Schmerzen – ein Serotonin-Syndrom hervorrief, nachdem es zusammen mit Antidepressiva verabreicht worden war, welche die Serotonin-Wiederaufnahme hemmen. Bei einer der fünf betroffenen Personen war der Verlauf tödlich.
Fentanyl gehört wie Pethidin, Tramadol oder Methadon zu den Opioiden mit einer Phenylpiperidin-Struktur, die allesamt als schwache Hemmer der Serotonin-Wiederaufnahme angesehen werden.

Artikel aus dem «Canadian Adverse Reaction Newsletter»

Frühere BDN-Texte zu Fentanyl: Fentanyl-Pflaster (Durogesic® Matrix): Atemdepression und andere Gefahren und Fentanyl-Pflaster (Durogesic® Matrix u.a.) werden zu leichtfertig verschrieben

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Fentanyl und Serotonin-Syndrom (18. Mai 2012)
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