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Acetylsalicylsäure und Makuladegeneration

Autor(in): Etzel Gysling
Datum: 26. Januar 2013

Gemäss einer australischen Kohortenstudie, die im JAMA Internal Medicine erschienen ist, tritt bei Personen, die regelmässig Acetylsalicylsäure (Aspirin® u.a.) einnehmen, häufiger eine altersabhängige Makuladegeneration auf. Von knapp 2400 Personen nahmen rund 11% Acetylsalicylsäure. Innerhalb von 15 Jahren betrug die kumulative Inzidenz der "feuchten" Makuladegeneration bei den Personen, die Acetylsalicylsäure nahmen, 9,3% - gegenüber 3,7% bei den Leuten, die keine Acetylsalicylsäure einnahmen. In einem begleitenden Kommentar wird unter anderem darauf hingewiesen, dass bei einer solchen Kohortenstudie wahrscheinlich "confounding factors" vorhanden sind, die sich durch verschiedene Korrekturmassnahmen nicht zuverlässig ausschliessen lassen. Deshalb wird vor voreiligen Schlüssen gewarnt, da der Nutzen einer kardiovaskulären Sekundärprophylaxe mit Acetylsalicylsäure doch recht gut gesichert ist. Das Studienresultat dürfe aber nicht einfach als belanglos angesehen werden, sondern müsse im Zusammenhang mit der Acetylsalicylsäure-Gabe mit einem weniger "evidenten" Nutzen in die Waagschale geworfen werden.

Link zur Studie.

 
Acetylsalicylsäure und Makuladegeneration (26. Januar 2013)
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