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Calcium und erhöhtes kardiovaskuläres Risiko

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 1. Februar 2013

In einem australischen Übersichtsartikel wird erneut betont, dass die weitverbreitete Gabe von Calcium nicht als harmlos anzusehen ist. Gemäss den Autoren (die zu diesem Thema auch schon Metaanalysen beigesteuert haben) steigert zusätzlich eingenommenes Calcium das Risiko eines Herzinfarktes um 25% und das eines Schlaganfalls um 15 bis 20%; die gleichzeitige Einnahme von Vitamin D hat darauf keinen verbessernden Einfluss. Gebe man 1000 Personen während 5 Jahren Calcium, könne man 3 Frakturen verhüten, müsse aber mit 6 Herzinfarkten oder Schlaganfällen rechnen. Im Artikel wird auch in Frage gestellt, dass eine Bisphosphonat-Behandlung obligat mit Calcium zu ergänzen sei. Klar zu befürworten sei die Calcium- und Vitamin-D-Gabe nur bei älteren Heiminsassen (wo ein Vitamin-D-Mangel häufig vorkommt) und bei einer Bisphosphonat-Therapie in Kombination mit einem Vitamin-D-Mangel.


Übersicht aus dem «Australian Prescriber»: Calcium and cardiovascular risks

Früherer BDN-Text zum Thema: Mehr Herzinfarkte durch Calcium

«infomed-screen»-Artikel zum Thema (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Auch kombiniert mit Vitamin D erhöht Kalzium das kardiovaskuläre Risiko

 
Calcium und erhöhtes kardiovaskuläres Risiko (1. Februar 2013)
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