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Tennisellbogen: ungünstiger Effekt durch Steroidinjektion

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 6. Februar 2013

Eine aktuelle Studie bestätigt die Erkenntnis, dass beim Tennisellbogen (Epicondylitis lateralis) Steroidinjektionen im langfristigen Verlauf mehr schaden als nützen. 165 Personen mit einem Tennisellbogen wurden auf vier Gruppen verteilt: die erste erhielt eine Injektion mit einem Steroid, die zweite mit Placebo, die dritte eine Injektion mit einem Steroid plus eine 8-wöchige Physiotherapie und die vierte Placebo plus Physiotherapie. Nach einem Jahr war mit der Steroidinjektion im Vergleich zu Placebo die Heilungsrate signifikant tiefer und die Rückfallhäufigkeit signifikant höher. Die Studie zeigte zudem, dass – wahrscheinlich entgegen dem allgemeinen Eindruck – auch eine Physiotherapie den Langzeitverlauf nicht signifikant beeinflusste.


Kurzbeschreibung der Studie aus dem JAMA: Effect of Corticosteroid Injection, Physiotherapy, or Both on Clinical Outcomes in Patients With Unilateral Lateral Epicondylalgia: A Randomized Controlled Trial

«infomed-screen»-Artikel zum Thema: Tennis-Ellbogen: abwartende Haltung gerechtfertigt und Steroidinjektionen bei Tennis-Ellbogen vermeiden

Früherer BDN-Text zum Thema: Tennisellbogen: Schlechtes Langzeitergebnis mit Steroidinjektionen

 
Tennisellbogen: ungünstiger Effekt durch Steroidinjektion (6. Februar 2013)
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