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Enoxaparin (Clexane®): Vorsicht auch bei mässiggradiger Niereninsuffizienz

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 27. März 2013

Die pharmakologische Wirkung des niedermolekularen Heparins Enoxaparin hängt von der Nierenfunktion ab, indem eine lineare Beziehung zwischen Faktor-Xa-Hemmung und Kreatininclearance (CrCl) besteht. Bei einer CrCl unter 30 ml/min wird deshalb zu einer Dosisreduktion geraten. Eine Kohortenstudie zeigte nun, dass auch bei mässiggradiger Niereninsuffizienz Gefahr droht. Gravierendere Blutungen traten bei Personen mit einer CrCl von 30 bis 50 ml/min in einer Häufigkeit von 22% auf, während es bei Leuten mit normaler Nierenfunktion (CrCl über 80 ml/min) lediglich 6% waren. Der begleitende Kommentar leitet daraus die Forderung ab, dass die Dosisempfehlungen entsprechend anzupassen seien. Ferner wird darauf hingewiesen, dass bei anderen renal eliminierten Antikoagulantien – erwähnt wird zum Beispiel Dabigatran (Pradaxa®) – dieselben Vorsichtsmassnahmen zu treffen seien.


Kurzfassung der Studie aus «JAMA Intern Med» und Verweis zum Kommentar (Text nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Enoxaparin Outcomes in Patients With Moderate Renal Impairment und Comment on «Enoxaparin Outcomes in Patients With Moderate Renal Impairment»

«pharma-kritik»-Übersicht: Niedermolekulare Heparine

 
Enoxaparin (Clexane®): Vorsicht auch bei mässiggradiger Niereninsuffizienz (27. März 2013)
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