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Glutamin und Antioxidantien: Kein Vorteil bei Schwerkranken

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 4. Juni 2013

Bislang veröffentlichte Daten erlaubten den Schluss, dass sich Glutamin und Antioxidantien bei schwerkranken Patienten und Patientinnen als günstig erweisen könnten. Diese Annahme wird nun durch eine aktuelle Studie widerlegt: 1218 Personen, die intensivmedizinisch betreut werden mussten, wurden doppelblind auf vier Gruppen verteilt: die erste erhielt Placebo, die zweite Glutamin, die dritte Antioxidantien (Selen, Zink, Betacarotin, Vitamin E und C) und die vierte Glutamin sowie Antioxidantien zusammen. Die 28-Tage-Mortalität – der primäre Endpunkt – betrug mit Placebo 25%, mit Glutamin 32%, mit Antioxidantien 29% und mit der Kombination 33%. Dies bedeutete sogar eine erhöhte Sterblichkeit unter Glutamin, die sich gerade an der Grenze zur Signifikanz bewegte.


Kurzfassung der Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: A Randomized Trial of Glutamine and Antioxidants in Critically Ill Patients

Früherer BDN-Text zu Antioxidantien: Ergänzende Vitamine und Antioxidantien schützen nicht vor Herz-Kreislauf-Krankheiten

 
Glutamin und Antioxidantien: Kein Vorteil bei Schwerkranken (4. Juni 2013)
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