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Finasterid (Proscar® u.a.) zur Prostatakrebs-Prophylaxe: Keine Mortalitätssenkung

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 16. August 2013

Im sogenannten «Prostate Cancer Prevention Trial» hatte man über 18’000 Männer 7 Jahre lang entweder Finasterid (5 mg/Tag) oder Placebo einnehmen lassen. Nun sind die Langzeitergebnisse dieser Studie ver­öffentlicht worden, die sich auf eine 18-jährige Beobachtungsdauer stützen. Es bestätigte sich dabei das bis­lang Bekannte – dass Finasterid das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, signifikant reduziert (von 14,9 auf 10,5%), jedoch der Anteil höhergradiger Prostatakarzinome (Gleason-Score ≥ 7) im Vergleich zu Placebo zunimmt. Zusätzlich erlaubt die aktuelle Analyse nun einen Blick auf die Gesamtsterblichkeit, die – aus­gedrückt als 15-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit – in beiden Gruppen praktisch identisch war (78,0 bzw. 78,2%).


Kurzfassung der Metaanalyse aus dem «New England Journal of Medicine»: Long-Term Survival of Participants in the Prostate Cancer Prevention Trial 

Früherer BDN-Text: 5-α-Reduktasehemmer fördern «aggressive» Prostatakarzinome

 
Finasterid (Proscar® u.a.) zur Prostatakrebs-Prophylaxe: Keine Mortalitätssenkung (16. August 2013)
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