bad drug news

Vertebro- und Kyphoplastik: In der Gesamtschau wenig überzeugend

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 17. September 2013

In einer retrospektiven Studie ging man der Frage nach, ob eine Vertebro- oder Kyphoplastik nach einer osteoporotischen Wirbelfraktur einen Einfluss hat auf die Gesamtmortalität oder -morbidität. Rund 10’000 Personen, bei denen ein solch wirbelaufrichtender Eingriff stattgefunden hatte, stellte man ungefähr 115’000 Kontrollpersonen gegenüber, bei denen die Fraktur konservativ behandelt worden war. Eine erste, allgemeine Analyse ergab zwar für die Vertebro-/Kyphoplastie-Gruppe eine niedrigere 30-Tages- und 1-Jahres-Mortalität und eine niedrigere 30-Tages-Morbidität; doch schien dies vor allem darauf zurückzuführen sein, dass es sich bei der Vertebro-/Kyphoplastik-Gruppe um ein «gesünderes» Kollektiv gehandelt hatte. Wenn man diesen Faktor korrigierte, schwanden die Unterschiede bei der Mortalität und Morbidität. Auffallend war auch, dass Vertebro- und Kyphoplastiken – abgesehen vom durchgeführten Eingriff – mit einer grösseren Folgebeanspruchung des Gesundheitssystems verbunden waren (Hospitalisationen, IPS-Aufenthalte, Überweisung an Pflegeeinrichtungen).


Kurzfassung der Studie aus dem «JAMA Internal Medicine»: Major Medical Outcomes With Spinal Augmentation vs Conservative Therapy

«infomed-screen»-Texte zum Thema:  Ballon-Kyphoplastik bei osteoporotischen Wirbelfrakturen und Vertebroplastik nutzlos?

 
Vertebro- und Kyphoplastik: In der Gesamtschau wenig überzeugend (17. September 2013)
Copyright © 2018 Infomed-Verlags-AG

infosheet projekt infos

pharma-kritik abonnieren

infomed-screen abonnieren

mailingliste abonnieren

rss feed abonnieren

Ressourcen Links
Bad Drug News index
pharma-kritik abonnemente
infomed-screen abonnemente
pharma-kritik neu im web
aktueller pharma-kritik jahrgang