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Phosphatbinder: Nicht-calciumhaltige besser als calciumhaltige

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 29. Oktober 2013

In einer Metaanalyse wurde untersucht, welcher Typ von Phosphatbinder bei chronischer Niereninsuffizienz zu favorisieren sei. Verglichen wurden calciumhaltige Phosphatbinder (Calciumacetat oder -carbonat) mit den nicht-calciumhaltigen Sevelamer (Renagel®, Renvela®) und Lanthancarbonat (Fosrenol®), wobei die Daten mehrheitlich von hämodialysierten Patienten und Patientinnen stammen. Beim primären Endpunkt, der Gesamtmortalität, ermittelte man einen signifikanten Vorteil zugunsten der nicht-calciumhaltigen Phosphatbinder, mit einer «risk ratio» von 0,87 (95% CI 0,77–0,97), was als ein um 13% erniedrigtes Sterberisiko gelesen werden kann; nahm man nur die randomisierten Studien, war der Effekt noch grösser. Als Grund des Unterschieds wird vermutet, dass calciumhaltige Phosphatbinder stärker zur Gefässkalzifikation beitragen.


Kurzfassung der Metaanalyse aus dem «Lancet»: Effect of calcium-based versus non-calcium-based phosphate binders on mortality in patients with chronic kidney disease: an updated systematic review and meta-analysis

Übersichtsartikel zu Phosphatbindern: Phosphate binders and management of hyperphosphataemia in end-stage renal disease

 
Phosphatbinder: Nicht-calciumhaltige besser als calciumhaltige (29. Oktober 2013)
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