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Stents bei Nierenarterienstenose bleiben fragwürdig

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 3. Januar 2014

Was bisherige Daten erahnen lassen hatten, wurde durch eine aktuelle Studie (CORAL) bestätigt: Stent-Implantationen bei Nierenarterienstenosen versprechen keinen relevanten Vorteil. Die CORAL-Studie umfasste 931 Personen, die eine höhergradige Stenose einer Nierenarterie (≥ 60%) sowie entweder einen erhöhten systolischen Blutdruck oder eine eingeschränkte Nierenfunktion aufwiesen; sofern möglich, wurden alle mindestens mit einem Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (Sartan), einem Kalziumantagonisten und einem Statin behandelt. Bei der einen Hälfte der Patienten und Patientinnen wurde zusätzlich ein Stent eingelegt, um die Nierenarterienstenose zu beheben. Der primäre Endpunkt setzte sich aus verschiedenen kardiovaskulären und renalen Ereignissen zusammen (Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall, Verschlechterung der Niereninsuffizienz u.a.). Nach einer Beobachtungszeit von 43 Monaten (Medianwert) war in der Stent-Gruppe bei 35,1% ein entsprechendes Ereignis eingetreten, in der Kontrollgruppe bei 35,8%.


Kurzfassung der Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: Stenting and Medical Therapy for Atherosclerotic Renal-Artery Stenosis

 
Stents bei Nierenarterienstenose bleiben fragwürdig (3. Januar 2014)
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