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Günstiger Effekt von Steroiden bei Pneumonie

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 21. Januar 2015

Das Ergebnis einer Schweizer Doppelblindstudie unterstützt bisherige Daten, wonach zusätzlich verabreichte Steroide den Verlauf einer ausserhalb des Spitals erworbenen Pneumonie positiv beeinflussen. 785 Patienten und Patientinnen, die wegen einer Pneumonie hospitalisiert worden waren, erhielten neben der antibiotischen Behandlung während 7 Tagen Prednison (50 mg/Tag) oder Placebo. Primärer Endpunkt war die Dauer, bis klinisch ein stabiler Zustand erreicht war (Temp. ≤ 37,8 °C, Puls ≤ 100/min, Atemfrequenz ≤ 24/min, systolischer Blutdruck ≥ 90 mmHg, Sauerstoffsättigung ≥ 90%). In der Prednison-Gruppe betrug diese Zeitdauer im Durchschnitt 3,0 Tage, in der Placebo-Gruppe 4,4, was einer «hazard ratio» von 1,33 (95% CI 1,15–1,50) entsprach. Auch die Spitalaufenthaltszeit liess sich durch Prednison von 7 auf 6 Tage verkürzen. Bei der Gesamtmortalität fand sich zwischen den beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied.


Kurzfassung der Studie aus dem «Lancet»: Adjunct prednisone therapy for patients with community-acquired pneumonia: a multicentre, double-blind, randomised, placebo-controlled trial

 
Günstiger Effekt von Steroiden bei Pneumonie (21. Januar 2015)
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