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«Optimale» Dauer der dualen Plättchenhemmung bei Koronarstents

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 5. Juni 2015

In letzter Zeit sind gerade zwei Metaanalysen erschienen, die sich damit befasst hatten, wie sich die duale Plättchenhemmung – mit Acetylsalicylsäure (Aspirin® u.a.) plus einem P2Y12-Hemmer wie zum Beispiel Clopidogrel [Plavix® u.a.] – nach Implantation eines medikamentenbeschichteten Koronarstents in ihrer Dauer auf den Verlauf auswirkt. Nimmt man die heute übliche Dauer von 12 Monaten als Referenz, lassen sich die Ergebnisse der beiden Metaanalysen folgendermassen zusammenfassen (erwähnt werden nur Endpunkte mit signifikanten Unterschieden): die Häufigkeit von relevanten Blutungen ist bei einer 3- bis 6-monatigen dualen Plättchenhemmung tiefer als bei einer 12-monatigen und bei einer 18- bis 30-monatigen höher als bei einer 12-monatigen; das Risiko einer Stent-Thrombose oder eines Myokardinfarktes wird durch eine mehr als 12 Monate dauernde duale Plättchenhemmung gesenkt, während die Gesamtmortalität aber leicht ansteigt.

Erste Metaanalyse (Volltext) aus dem BMJ: Optimal duration of dual antiplatelet therapy after percutaneous coronary intervention with drug eluting stents: meta-analysis of randomised controlled trials

Zweite Metaanalyse (Kurzfassung) aus den «Annals of Internal Medicine»: Longer Versus Shorter Duration Dual-Antiplatelet Therapy After Drug-Eluting Stent Placement: A Systematic Review and Meta-analysis

 
«Optimale» Dauer der dualen Plättchenhemmung bei Koronarstents (5. Juni 2015)
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