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Steroide bei schwerer Sepsis: Übergang in septischen Schock wird nicht verhindert

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 14. November 2016

Ob die zusätzliche Verabreichung von Steroiden bei Patienten/-innen mit schwerer Sepsis prognoseverbessernd wirkt, wurde bislang kontrovers diskutiert. Wie das Ergebnis einer aktuellen Studie zeigt, lassen Steroide in dieser Situation jedoch keinen Nutzen erhoffen. 353 Patienten/-innen, welche die Kriterien einer schweren Sepsis erfüllten, erhielten doppelblind entweder Hydrocortison per Dauerinfusion (Solu-Cortef®, 200 mg/Tag über 5 Tage, danach in ausschleichender Dosierung über 6 weitere Tage) oder Placebo. Primärer Endpunkt war der Prozentsatz der Behandelten, bei denen sich innerhalb von 14 Tagen ein septischer Schock entwickelte. Dieser Anteil betrug In der Hydrocortison-Gruppe 21,2% und in der Placebo-Gruppe 22,9%, was keinen signifikanten Unterschied bedeutete.

Kurzfom der Studie aus dem JAMA: Effect of Hydrocortisone on Development of Shock Among Patients With Severe Sepsis

 
Steroide bei schwerer Sepsis: Übergang in septischen Schock wird nicht verhindert (14. November 2016)
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