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Abort-Risiko durch Antibiotika

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 15. Mai 2017

Bei Frauen, die in der Frühschwangerschaft Antibiotika erhalten, steigt möglicherweise das Risiko eines Spontanaborts – so lautet das Ergebnis einer kanadischen Fall-Kontroll-Studie. Rund 8’700 Frauen, die vor der 20. Schwangerschaftswoche einen Spontanabort erlitten hatten, wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen. Es zeigte sich, dass in der Fallgruppe folgende Antibiotika signifikant häufiger verschrieben worden waren als in der Kontrollgruppe: Azithromycin (Zithromax® u.a.; OR 1,65 [1,34–2,02]), Clarithromycin (Klacid® u.a.; OR 2,35 [1,90–2,91]), Metronidazol (Flagyl® u.a.; OR 1,70 [1,27–2,26]), Chinolone (OR 2,72 [2,27–3,27]), Sulfonamide (OR 2,01 [1,36–2,97]) und Tetrazykline (OR 2,59 [1,97–3,41]). Bei der Penicillin- und Cephalosporin-Exposition fand sich zwischen Fall- und Kontrollgruppe kein Unterschied.

Volltext der Studie aus dem «Canadian Medical Association Journal»: Use of antibiotics during pregnancy and risk of spontaneous abortion

 
Abort-Risiko durch Antibiotika (15. Mai 2017)
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