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Lithium und Herzmissbildungen

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 9. Juni 2017

Ältere Daten liessen annehmen, dass eine Lithium-Behandlung in der Frühschwangerschaft beim Kind das Risiko einer Herzmissbildung erhöht, und zwar vor allem einer Epstein-Anomalie (einer Rechtsherz-Missbildung). In einer amerikanischen Kohortenstudie wurde dieser mögliche Zusammenhang nun nochmals überprüft. Es bestätigte sich, dass Kinder häufiger Herzmissbildungen aufweisen, wenn ihre Mütter im ersten Schwangerschaftsdrittel Lithium erhalten hatten. Im Vergleich zu unbehandelten Müttern betrug das relative Risiko 1,65 (1,02–2,68), wobei ein dosisabhängiger Effekt zu erkennen war. Das Risiko von Herzmissbildungen scheint aber geringer, als bislang angenommen wurde.

Kurzform der Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: Lithium Use in Pregnancy and the Risk of Cardiac Malformations

 
Lithium und Herzmissbildungen (9. Juni 2017)
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