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Fentanyl-Pflaster (Durogesic ® Matrix): Atemdepression und andere Gefahren

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 12. September 2005

Verschiedene Warnungen erinnern daran, dass es sich beim Fentanyl-Pflaster um ein potentes Opioidpräparat handelt, das nur bei starken Dauerschmerzen verschrieben werden soll. Wegen der Gefahr einer lebensbedrohlichen Atemdepression eignet sich es nur für Personen, die bereits an starke Opioide gewöhnt sind, das heisst, die während mindestens einer Woche ein Opioid in einer Äquivalenzdosis von 60 mg peroralem Morphin genommen haben. In Kombination mit CYP3A4-Hemmern ist der Fentanyl-Abbau verlangsamt und das Nebenwirkungsrisiko erhöht. Selbst nach Entfernen des Fentanyl-Pflasters kann eine Atemdepression bestehenbleiben, da die Haut ein genügend hohes Depot zu speichern vermag, um noch über viele Stunden Wirkstoff abzugeben. Zudem besteht auch beim Fentanyl-Pflaster die Möglichkeit eines Missbrauchs. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass ein nach drei Tagen entferntes Fentanyl-Pflaster noch eine beträchtliche Wirkstoffmenge enthalten kann, die – sei es bei abhängigen Personen, sei es bei Kindern – jeglicher unsachgemässen Verwendung offensteht.

Warnhinweise aus den USA und Kanada (inkl. "Dear Doctor Letter" der Herstellerfirma): http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/fentanylHCP.htm
http://www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2005/duragesic_ddl.pdf
http://www.hc-sc.gc.ca/dhp-mps/medeff/bulletin/carn-bcei_v15n3_e.html#1

 
Fentanyl-Pflaster (Durogesic ® Matrix): Atemdepression und andere Gefahren (12. September 2005)
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