- Multikinasehemmer und psychiatrische Nebenwirkungen
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 22. März 2025
Multikinasehemmer wie Cabozantinib (Cabometyx®), Lenvatinib (Kisplyx®, Lenvima®), Sorafenib (Nexavar® u.a.), Sunitinib (Sutent® u.a.) und Vandetanib (Caprelsa®) werden zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen eingesetzt, unter anderem beim Leberzell-, Nierenzell-, Schilddrüsen- und Endometriumkarzinom. In einer retrospektiven Studie, die sich auf grosse Datenbanken stützte («FDA Adverse Event Reporting System»; WHO-Nebenwirkungsdatenbank), zeigte sich, dass diese Multikinasehemmer (mit Ausnahme von Vandetanib) auch psychiatrische Nebenwirkungen verursacht haben; am häufigsten handelte es sich um Verwirrtheit, Desorientiertheit und Essstörungen.
Volltext der Studie aus «Frontiers in Pharmacology»: Psychiatric adverse reactions to non-selective RET multi-kinase inhibitors: a large-scale pharmacovigilance analysis
- Venlafaxin (Efexor® u.a.) hilft nicht bei Menière-Krankheit
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 12. März 2025
In einer kleinen Doppelblindstudie erhielten 40 Personen mit einer Menière-Krankheit Venlafaxin (37,5 mg/Tag) oder Placebo, und zwar im Crossover-Verfahren während zweimal 8 Wochen. Dabei vermochte Venlafaxin im Vergleich zu Placebo weder die Häufigkeit der Schwindel- und Hörverlust-Attacken zu reduzieren noch eine nachweisbare Verbesserung der Lebensqualität zu erwirken.
Kurzform der Studie aus «JAMA Otolaryngology – Head & Neck Surgery»: Efficacy of a Serotonin-Norepinephrine Reuptake Inhibitor as a Treatment for Meniere Disease
