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Schwindel

  • Autor(en): Peter Koller
  • pharma-kritik-Jahrgang 43 , Nummer 2, PK1155
    Redaktionsschluss: 30. Juli 2021
  • Schwindelsyndrome sollten nach Möglichkeit diagnostisch geklärt werden. Für die häufigste Schwindelform, den benignen paroxysmalen Lagerungs-Schwindel, gibt es gute, auch in der Hausarztpraxis durchführbare Behandlungsoptionen. Dabei wie auch bei anderen Formen des Schwindels spielen Medikamente keine oder eine geringe Rolle. Im Alter sind oft mehrere Ursachen zu berücksichtigen. Sehr oft sind bestimmte physiotherapeutische Massnahmen (eine vestibuläre Rehabilitation) sinnvoll.
Das Wichtigste in Kürze
Anhand des zeitlichen Ablaufs und der auslösenden Faktoren lassen sich Schwindelsyndrome oft mit kleinem Aufwand auch in der hausärztlichen Praxis diagnostisch klären. Am häufigsten ist der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPLS), der von einer Kanalolithiasis im posterioren oder horizontalen Bogengang verursacht wird. Bei der Behandlung eines BPLS und anderer peripher-vestibulärer Schwindelsyndrome sind Medikamente von geringer Bedeutung. Zentral-vestibuläre Syndrome: Eine vestibuläre Migräne wird wie andere Migräneformen behandelt; eine akute vertebrobasiläre Ischämie erfordert eine Notfallhospitalisation. Bei orthostatischen Schwindelformen muss besonders auch an die Wirkung von Medikamenten gedacht werden. Bei funktionellem Schwindel ist eine zurückhaltend steigernde vestibuläre Rehabilitaion indiziert.  Schwindel im Alter ist oft multifaktoriell bedingt. Die bei der vestibulären Rehabilitation eingesetzten physiotherapeutischen Massnahmen haben sich auch bei älteren Leuten als nützlich erwiesen.

Geschätzte Lesedauer: Von 16 bis 21 Minuten

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Schwindel (30. Juli 2021)
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pharma-kritik, 43/No. 2
PK1155