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Colchicin nach Schlaganfall?
- Autor(en): Etzel Gysling
- pharma-kritik-Jahrgang 46
, Nummer 2, PK1329
Redaktionsschluss: 18. September 2024 -
Ob Colchicin nach einem zerebrovaskulären Ereignis Rezidive verhüten kann, ist aktuell nicht gesichert.
Der deutsche «Arzneimittelbrief» hat die aktuelle Studienlage zur Frage, ob Colchicin nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) oder einem Schlaganfall Rezidive verhindern kann, evaluiert. In einer Doppelblindstudie («CHANCE-3») erhielten 8343 Personen mit einem hochsensitiven CRP-Wert (hsCRP) von mindestens 0,2 mg/l nach einem solchen zerebrovaskulären Ereignis Colchicin (0,5 mg/Tag) oder Placebo. (Personen mit einem Vorhofflimmern waren ausgeschlossen.) Hier fand sich innerhalb der 90 Tage dauernden Therapie bezüglich Schlaganfall-Rezidiven kein Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen. In einer weiteren randomisierten, aber offenen Studie («CONVINCE») wurde die Hälfte von rund 3150 Personen nach einem Schlaganfall nur mit der Leitlinien-gerechten Standardtherapie, die andere Hälfte zusätzlich mit Colchicin (0,5 mg/Tag) behandelt. Der primäre Endpunkt war als Kombination aller schweren kardiovaskulären Ereignisse definiert. Innerhalb von maximal 4 Jahren fand sich dazu kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen. Der «Arzneimittelbrief» sieht in Anbetracht der möglichen entzündungshemmenden Wirkung von Colchicin dennoch ein Potential für diese Substanz; weitere Studien laufen bereits.
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Colchicin nach Schlaganfall? (18. September 2024)
Copyright © 2026 Infomed-Verlags-AG
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pharma-kritik, 46/No. 2
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