Baricitinib bei Alopecia areata

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 4, PK1356
    Redaktionsschluss: 5. Februar 2025
  • Baricitinib ist jetzt auch bei der Alopecia areata zugelassen. In Anbetracht der noch vergleichsweise geringen Dokumentation ist zu einem zurückhaltenden Einsatz geraten.
Der Januskinase-Hemmer Baricitinib (Olumiant®) ist jetzt unter gewissen Voraussetzungen bei der Alopecia areata zugelassen. Das niederländische «Geneesmiddelenbulletin» hat dazu eine kritische Beurteilung veröffentlicht. Für eine systemische Therapie mit Baricitinib kommen Personen mit einer ausgedehnten Alopecia areata in Frage, bei denen eine «konventionelle» Behandlung (z.B. mit Kortikosteroiden) während sechs Monaten erfolglos geblieben ist. In zwei 36 Wochen dauernden Doppelblindstudien konnte gezeigt werden, dass Baricitinib das Haarwachstum in den betroffenen Arealen besser als Placebo anregt. Gemäss der Beurteilung mit dem «Severity of Alopecia Tool» (SALT) kann dosisabhängig bei 20-40% der aktiv Behandelten ein gutes Resultat (SALT-Wert ≤20) erreicht werden. In Folgestudien bei den Teilnehmenden mit gutem Resultat konnte dieses bis nach 104 Wochen aufrechterhalten werden. Wenn aber das Medikament abgesetzt wird, kommt es bei rund 80% erneut zu Alopezie-Herden. Obwohl die Langzeit-Verträglichkeit noch ungenügend dokumentiert ist, hält das Geneesmiddelenbulletin eine Baricitinib-Therapie in «schwierigen» Fällen für vertretbar. Zu beachten ist allerdings, dass Januskinase-Hemmer bei anderen Indikationen als mögliche Ursachen von thromboembolischen Ererignissen diskutiert werden.

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Baricitinib bei Alopecia areata (5. Februar 2025)
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pharma-kritik, 46/No. 4
PK1356
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