Hormonsubstitution und dementielle Entwicklung

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 4, PK1358
    Redaktionsschluss: 5. Februar 2025
  • Eine neue Metaanalyse, die bezüglich einer späteren kognitiven Beeinträchtigung eine günstige Auswrikung der Hormone vermuten lässt, wird als ungenügend Evidenz-basiert kritisiert.
Ein Kommentar im britischen «Drug and Therapeutics Bulletin» setzt sich mit einer neueren Metaanalyse auseinander, die zum Schluss gekommen ist, eine Hormonsubstitution nach der Menopause verhindere möglicherweise eine dementielle Entwicklung im späteren Leben. Diese Schlussfolgerung beruht allerdings ausschliesslich auf unkontrollierten Beobachtungsstudien. Die Autorinnen des Kommentars unterstreichen, dass bisher alle randomisierten Studien in dieser Frage einheitlich zum Schluss gekommen sind, Hormone hätten einen ungünstigen Einfluss:  Behandelte Frauen hätten somit ein höheres Risiko einer Demenz oder wenigstens einer kognitiven Beeinträchtigung. Eine Änderung der bisher empfohlenen (verhältnismässig restriktiven) Praxis der Hormonsubstitution sei daher nicht angebracht.

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Hormonsubstitution und dementielle Entwicklung (5. Februar 2025)
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pharma-kritik, 46/No. 4
PK1358
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