Adrenalin-Nasenspray

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 4, PK1360
    Redaktionsschluss: 5. Februar 2025
  • Der neu in den USA erhàltliche Adrenalin-Nasenspray zur Anwendung bei einer anaphylaktischen Reaktion ist noch wenig dokumentiert.
Adrenalin-Injektoren (Epipen® und andere) sind zur Selbst-Notfallbehandlung für Personen geeignet, die ein hohes Anaphylaxie-Risiko (insbesondere eine entsprechende Anamnese) haben. Da die Injektion von einzelnen Betroffenen gefürchtet wird, gibt es in den USA jetzt auch einen Adrenalin-Nasenspray. Die kritische Publikation «Best Pills, Worst Pills» berichtet dazu. Der Nasenspray wurde in mehreren Studien bei 191 Personen mit einem Adrenalin-Injektor verglichen und ergab weitgehend dieselben Auswirkungen auf typische Adrenalin-Effekte (Blutdruck, Herzfrequenz) und die Adrenalin-Plasmaspiegel. Die Blutwerte waren allerdings in den ersten 15 Minuten nach der Injektion höher als nach der nasalen Anwendung, was allenfalls bei schweren Reaktionen von Bedeutung sein kann. Später sind die Spiegel vergleichbar. Wie auch bei den Injektoren empfohlen wird, sollen gefährdete Individuen immer zwei Exemplare der Applikation verfügbar haben, damit die Behandlung allenfalls wiederholt werden kann. «Worst Pills, Best Pills» kommt zum Schluss, der Spray sollte in Anbetracht der noch beschränkten Daten möglichst noch nicht verwendet werden.   

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Adrenalin-Nasenspray (5. Februar 2025)
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pharma-kritik, 46/No. 4
PK1360
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