Andexanet ungenügend dokumentiert

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 6, PK1384
    Redaktionsschluss: 25. Juli 2025
Andexanet (Ondexxya®) ist weltweit zur Behandlung von nicht-kontrollierbaren Blutungen zugelassen, die von Apixaban (Eliquis®) oder Rivaroxaban (Xarelto® u.a.) verursacht sind. Im Newsletter «Worst Pills, Best Pills» wird darauf hingewiesen, dass der klinische Nutzen von Andexanet in einer von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA geforderten Post-Marketing-Studie bei intrazerebralen Blutungen nicht überzeugend gezeigt werden konnte. 12 Stunden nach dem Start der Studie fand sich zwar die Ausdehnung des Hämatoms unter Andexanet um 12% gegenüber Placebo reduziert; später erhobene, möglicherweise wichtige Befunde sind jedoch nicht vorhanden. Zudem traten bei 15% der Personen, die mit Andexanet behandelt wurden, thrombotische Komplikationen auf; bei solchen, die dieses Medikament nicht erhielten, waren es nur 7%. Damit ist fraglich, ob die Nutzen/Risiko-Bilanz von Andexanet genügt. Die Publikation erinnert daran, dass für Blutungen, die von Vitamin-K-Antagonisten verursacht sind, ein zuverlässiges Antidot existiert. 

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Andexanet ungenügend dokumentiert (25. Juli 2025)
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pharma-kritik, 46/No. 6
PK1384
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