Triptane in der Schwangerschaft

  • Autor(en): Natalie Marty, Stefan Weiler
  • pharma-kritik-Jahrgang 48 , PK1424, Online-Artikel
    Publikationsdatum: 24. Februar 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1424
  • Können Triptane in der Schwangerschaft bedenkenlos verschrieben werden? Eine neue Studie liefert neue Hinweise zu einer schwer zu untersuchenden Fragestellung.

Migräne ist die häufigste Ursache für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Randomisierte Studien zu Triptanen schliessen Schwangere in der Regel aus, sodass bisher vor allem Beobachtungsdaten mit niedriger Evidenzqualität vorliegen. Gleichzeitig werden aber Triptane in der Praxis durchaus eingesetzt. Um den Zusammenhang zwischen einer Triptan-Exposition und relevanten Schwangerschafts- und Geburtsproblemen zu evaluieren, wurde ein „Target Trial Emulation“-Ansatz verwendet, bei dem eine randomisierte Studie nachgebildet wird. Patientinnen mit dokumentierter Migräne-Diagnose aus den Patientendaten der Mayo Clinic wurden hypothetisch einer Behandlung mit Triptanen oder keiner Behandlung mit Triptanen zugewiesen. Nach Anwendung der Ein- und Ausschlusskriterien wurden 183 Patientinnen in der Triptan-Gruppe und 3674 Frauen in der Vergleichsgruppe analysiert. Relevante klinische Faktoren wie Migränetyp, kardiovaskuläre Risikofaktoren und Lebensstil wurden berücksichtigt. Sumatriptan (Imigran® u.a.) wurde am häufigsten verwendet (82,6%), gefolgt von Rizatriptan (Maxalt® u.a., 17%); nur 4% der Patientinnen erhielten andere Triptane. Dosierung, Applikationsform und Dauer wurden nicht eingeschränkt. Es zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich Termingeburt, Frühgeburt oder Kaiserschnittgeburt. Auch intrauterine Wachstumsrestriktionen, fetale Todesfälle oder schwere Fehlbildungen unterschieden sich nicht signifikant. In der Triptan-Gruppe traten keine Fälle von Fehlgeburten und spontanen Aborten, Eklampsie/Präeklampsie oder Eileiter- oder ektopen Schwangerschaften auf. Insgesamt ergab sich kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko schwerwiegender unerwünschter Geburtsergebnisse durch Triptane. Die Aussagekraft der Studie ist aber durch die niedrige Ereignisrate eingeschränkt.  Zusammenfassung: Natalie Marty 

Kommentar
Triptane wie Sumatriptan und Rizatriptan sind hochwirksame, selektive 5-HT1-Agonisten zur Akuttherapie der Migräne. Ihr Wirkmechanismus beruht auf einer Vasokonstriktion zerebraler Gefässe – ein Effe
Geschätzte Lesedauer: Von 2 bis 3 Minuten
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Triptane in der Schwangerschaft (24. Februar 2026)
Copyright © 2026 Infomed-Verlags-AG
pharma-kritik, 48/No. 2
PK1424
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