Portale Hypertonie durch Azathioprin (Imurek® u.a.)

  • Autor(en): Urspeter Masche
  • pharma-kritik-Jahrgang 48 , Nummer 3, PK1425
    Publikationsdatum: 5. März 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1425
  • Wie es scheint, kann Azathioprin in seltenen Fällen eine nichtzirrhotische portale Hypertonie verursachen. 
Wie es scheint, kann Azathioprin in seltenen Fällen eine nichtzirrhotische portale Hypertonie verursachen. Es handelt sich dabei um einen erhöhten Pfortaderdruck ohne vorbestehende Lebererkrankung; zum Teil wird die Erkrankung auch unter der Bezeichnung «Portosinusoidale Gefässerkrankung» geführt.
Man vermutet, dass Azathioprin über eine Glutathion-Verminderung die Endothelien der Lebersinusoide und -venen schädigen kann, woraus sich eine portale Hypertonie entwickelt. Bei den beobachteten Fällen handelte es sich um Personen, die Azathioprin nach einer Nierentransplantation oder wegen einer entzündlichen Darmerkrankung erhalten hatten. Die Latenzzeit bis zum Auftreten der portalen Hypertonie bewegte sich zwischen 3 Monaten und 20 Jahren. Die Veränderung des portalen Blutdrucks kann wahrscheinlich über längere Zeit asymptomatisch bleiben. Deshalb ist es umso wichtiger, bei einer Azathioprin-Behandlung auf mögliche Frühzeichen wie Thrombozytopenie, Splenomegalie oder Leberenzymerhöhung zu achten.

Mitteilung der malaysischen Arzneimittelbehörde: Azathioprine: Risk of Non-Cirrhotic Portal Hypertension (NCPH)/Portosinusoidal Vascular Disease (PVSD)

Geschätzte Lesedauer: Von 1 bis 3 Minuten

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Portale Hypertonie durch Azathioprin (Imurek® u.a.) (5. März 2026)
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pharma-kritik, 48/No. 3
PK1425
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