Mehr trinken gegen Nierensteine: Nutzen einer verhaltensbasierten Intervention

  • Autor(en): pharma-kritik-Redaktion, Etzel Gysling
  • pharma-kritik 2026 Mai; 48: PK1456
    Publikationsdatum: 8. Mai 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1456
  • Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr wird empfohlen, um das Risiko eines erneuten Auftretens von Nierensteinen zu senken; die Einhaltung dieser Empfehlung ist jedoch oft eine Herausforderung. 

Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr wird allgemein empfohlen, um das Risiko eines erneuten Auftretens von Nierensteinen zu senken; die Einhaltung dieser Empfehlung ist jedoch oft eine Herausforderung. In der hier vorgestellten Studie wurde untersucht, ob ein verhaltensorientiertes Programm zur Steigerung der Flüssigkeitsaufnahme das Wiederauftreten von Nierensteinen verhindern kann. 1658 Teilnehmende mit Nierensteinerkrankung und niedrigem Urinvolumen wurden zufällig einer Interventionsgruppe oder einer Kontrollgruppe zugeteilt. Die Teilnehmenden der Kontrollgruppe erhielten Empfehlungen, ihre Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen, um eine tägliche Urinausscheidung von mindestens 2,5 Litern zu erreichen. Die Intervention umfasste Trinkvorgaben, finanzielle Anreize, Coaching und unterstützende Massnahmen (z.B. Erinnerungen via SMS-Nachricht). Der primäre Endpunkt war das erneute Auftreten symptomatischer Steine innerhalb von zwei Jahren. Die Intervention erhöhte die Flüssigkeitsaufnahme und das Urinvolumen leicht, jedoch gab es zwischen den Gruppen keinen Unterschied hinsichtlich eines Steinwachstums von mindestens 2 mm oder der Bildung neuer Steine. Das Zielurinvolumen von 2.5 Litern wurde im Mittel in keiner der beiden Gruppen zu keinem Kontrollzeitpunkt erreicht. Die Studienverantwortlichen kommen zum Schluss, dass diese Ergebnisse die Bedeutung einer erhöhten Flüssigkeitsaufnahme zur Vorbeugung von Nierensteinen nicht in Frage stellen, da es sich hierbei um eine kostengünstige und risikoarme Massnahme handelt, deren Nutzen sich aus der bisherigen Literatur ableiten lässt. Offenbar habe aber die untersuchte Intervention mit Gesundheitscoaching nicht ausgereicht, um einen signifikanten klinischen Nutzen zu erzielen.  Zusammenfassung: pharma-kritik-Redaktion 

Kommentar
Man kann zwar Menschen, die an Nierensteinen leiden, mit besonderen Bemühungen dazu motivieren, mehr zu trinken. In dieser zwei Jahre dauernden Studie ergab sich aber so gegenüber Vergleichspersonen (die nicht speziell motiviert wurden) keine Reduktion der Nierenstein-Rezidive. Kommentar: Etzel Gysling

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Mehr trinken gegen Nierensteine: Nutzen einer verhaltensbasierten Intervention (8. Mai 2026)
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