Bild des Monats

Welwitschia mirabilis – ein Relikt aus grauer Vorzeit

November 2017

Welwitschia mirabilis – ein Relikt aus grauer Vorzeit

Der österreichische Arzt und Botaniker Friedrich Welwitsch entdeckte diese Pflanze 1859 in der Wüste Namib im südlichen Angola. Spezialisten im berühmten Botanischen Garten von Kew (London) schrieben „...das ist ohne Frage die wunderbarste Pflanze, die je in dieses Land gebracht wurde, und eine der hässlichsten...“

Die Pflanze besteht nur aus 2 Blättern, welche pro Jahr um ca. 1 cm wachsen und im Lauf der Zeit vom Wind zerrissen werden. Welwitschia ist zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die Bestäubung erfolgt über den Wind, eventuell auch über Insekten (da sind sich die Forscher nicht sicher). Infolge des kalten Benguelastroms, der an Afrikas Westküste nach Norden zieht, ist das Klima in der Namibwüste extrem trocken (Jahresniederschlag im Schnitt 20 mm, es kann aber auch 10 Jahre lang gar nicht regnen). Pflanzen und Tiere leben vor allem vom Tau der morgendlichen Küstennebel. Die Welwitschia verfügt aber auch über eine tiefe Pfahlwurzel, mit der sie Wasser aus tiefen Schichten erreichen kann.

Die ältesten Exemplare werden auf bis zu 2'000 Jahre geschätzt. Die Pflanze selbst ist uralt: fossile Belege stammen aus der mittleren Kreidezeit, als der Urkontinent Gondwana noch zusammenhängend war (vor ca. 100 Mio Jahren).

Mein Foto stammt aus der Umgebung von Swakopmund in Namibia.

 
Bild des Monats
Infomed Home
Welwitschia mirabilis – ein Relikt aus grauer Vorzeit (November 2017)
Copyright © 2017 Infomed-Verlags-AG
Archiv
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
pharma-kritik Links
pharma-kritik abonnemente
pharma-kritik neu im web
aktueller pharma-kritik jahrgang