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Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola)

Februar 2009

Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola)

Daphne war eine Nymphe der griechischen Mythologie, die von ihrem Vater in einen Lorbeerbaum (= Laurus) verwandelt wurde, weil sie von Apoll bedrängt wurde. Unsere Pflanze des Monats erinnert also doppelt an diese Geschichte. Bekannter als der Lorbeer-Seidelbast ist der Echte Seidelbast (Daphne mezereum) – gemeinsam ist beiden Pflanzen, dass sie sehr früh im Jahr blühen.

Die Bezeichnung Seidelbast könnte von Zeidel=Biene (erste Bienennahrung) ableitet sein.
Daphne laureola ist eine Pflanze der warmen Laubwälder (vor allem Buche) und kann auf der Alpensüdseite schon im Februar blühend angetroffen werden. In der Schweiz hat sie ihren Verbreitungsschwerpunkt im Jura, sie kommt aber auch im Tessin, im unteren Rhonetal, im Kanton Zürich und in der Innerschweiz vor.

Der immergrüne Strauch wird 40 bis 120 cm hoch, die lederigen Blätter sind glänzend, die Blüten eher unscheinbar gelbgrün.

Die Gattung Daphne gehört zur Familie der Thymelaeaceae (Seidelbastgewächse), wobei die Namen gebende Gattung Thymelaea auf deutsch Spatzenzunge heisst.
Alle Seidelbast-Arten sind stark giftig und wurden auch in der traditionellen Medizin verwendet (z.B. in China). Daphne mezereum habe ich als Mittel gegen Wassersucht, Melancholie und Geschwüre erwähnt gefunden (wie immer ohne Gewähr).

 
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Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola) (Februar 2009)
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