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Mehrere Computer im Haus?

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Zusammerfasser(in): Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 20 (2016), Nummer 4
Datum der Ausgabe: Juli 2016

In vielen Haushalten stehen heute mehrere Computer; diese dienen oft verschiedenen Familienmitgliedern oder sind für bestimmte Anwendungen reserviert. Nicht selten ist der eine oder andere davon nur in sporadischem Gebrauch, beispielsweise wenn ein älteres Gerät noch behalten wird – für den Fall, dass man nicht alles auf den neuen Computer migriert hat und «im Notfall» noch auf alte Daten zugreifen möchte. Jedenfalls ergibt es sich immer wieder, dass man sich darüber ärgert, dass entweder die peripheren Geräte (Monitor usw.) fehlen oder dass diese da sind, aber die meiste Zeit nur unnütz Platz versperren.

Aus dieser Situation ergibt sich der Wunsch nach einer «vereinigten» Peripherie – nur ein Bildschirm, eine Maus und eine Tastatur für zwei oder mehr Rechner. Heute gibt es viele, recht verschiedenartige Lösungen für diese Aufgabe, die oft mit der Abkürzung «KVM» (keyboard – video – mouse) bezeichnet wird. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass oft nur Geräte mit dem gleichen Betriebssystem (z.B. Apple oder Windows) kombiniert werden können. 

Früher habe ich mir dafür KVM-Hardware angeschafft. Besonders die ersten Versionen dieser Geräte (bevor es USB-Anschlüsse gab) waren eine Plage, da jeder Computer mit drei verschiedenen Kabeln angeschlossen werden musste. Das hat sich mit der Zeit etwas gebessert. Es gibt nach wie vor Hardwarelösungen, die im Einzelfall sinnvoll sein können. Mit Video+USB-Verbindungen operierende Geräte sind teilweise zu günstigen Preisen erhältlich, bedingen aber, dass die Computer mehr oder weniger beieinander stehen. Teurere, sogenannte «KVM-over-IP-Switches» sind eigentlich nur für Informatik-Anlagen mit zahlreichen Computern/Servern indiziert.

Heute verwende ich keine KVM-Hardware mehr, sondern behelfe mir mit Software-Lösungen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die gleichen Hilfsmittel, die einen «Remote-Zugriff» ermöglichen. Solche Programme, oft kostenlos, sind heute Legion. Es ist nicht so einfach, eines davon als bestes zu bezeichnen. Es gibt dazu einige aktuelle Übersichten (siehe z.B. http://pkweb.ch/2anPu2U). Sowohl Apple wie Microsoft offerieren gratis «systemeigene» Remote-Desktop-Programme. Sehr gut bekannt ist TeamViewer (www.teamviewer.com), der sich insbesondere auch für Tele-Hilfsleistung bei Computerproblemen bewährt hat. Es gibt aber gute Alternativen zu TeamViewer, die allenfalls persönlichen Bedürfnissen besser entsprechen (siehe: http://goog.gl.xd9sl3http://goog.gl/1rbZLX). Geht es nur darum, zwei Computer (mit je eigenem Bildschirm) mit einer Tastatur und einer Maus zu bedienen, dann ist Synergy (http://symless.com/synergy) eine gute Option. Als Zusatz zum Chrome-Browser funktioniert «Chrome Remote Desktop» (https://goo.gl/RYAGkQ), eine praktische Ergänzung.  Zurzeit verwende ich NoMachine (http://pkweb.ch/2anQAMb), das sich bisher im internen Netzwerk als sehr rasch und zuverlässig erwiesen hat. Multiplicity (http://edgerunner.com/multiplicity), das Möglichkeiten für KVM als auch für die Verwendung von zwei Monitoren anbietet, ist ebenfalls zuverlässig und rasch, aber nicht kostenlos. In Anbetracht der Vielfalt der Programme würde ich jedoch nicht behaupten, dass diese Programme nun wirklich die beste Wahl darstellen.

Etzel Gysling 

 

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