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Zusammerfasser(in): Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 22 (2018), Nummer 6
Datum der Ausgabe: Dezember 2018

Obwohl uns das Internet die verschiedensten Varianten von Kommunikations-Programmen bietet und trotz den teilweise unangenehmen Störfaktoren (Spam, Viren) ist die elektro­ni­sche Post (E-Mail) ein wichtiger Basisbestandteil des Inter­nets geblieben. Sehr viel hat sich daran in den letzten Jahren nicht geändert. Die Programme haben ein moderneres Aus­sehen und lassen sich vielleicht noch etwas einfacher bedie­nen – die Grundfunktionen sind aber gleich geblieben. Es ist den­noch nützlich, sich ein paar Fakten genauer anzusehen.

Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP? Mit die­sen beiden Abkürzungen werden die gebräuchlichen Über­tra­gungs-Protokolle bezeichnet. Mit dem traditionellen POP3 überträgt man normalerweise die Mails auf das eigene Gerät, wobei die Mails auf dem Server nach Wahl gelöscht oder auch nicht gelöscht werden. Mit dem moderneren IMAP hat man die Möglichkeit, immer von verschiedenen Geräten (PC, Mobiltelefon oder Tablet) auf dasselbe «Mailreservoir» (d.h. den Mailserver) zugreifen zu können. Die Mails lassen sich auf dem Server sortieren und verwalten. Dank der Möglich­keit, eine Synchronisierung einzurichten, kann man auch die von uns versandten Mails von allen Geräten abrufen, was sich mit POP3 nicht realisieren lässt.

Mailclient oder Webmail? Ein eigenes Mailprogramm zur Auf­bewahrung und zum Verfassen von Mails – ein Mailclient – war früher wichtig, da man oft keine ständige Internetverbin­dung hatte. Heute sind ja viele Leute 24 Stunden täglich mit dem Internet verbunden und haben so (via App oder Brow­ser) ständig Zugang zu ihrem Mailserver. Dennoch bleibt ein Mailclient, in dem man die Mail lokal aufbewahrt, eine ein­leuchtende Option, wenn man sich zuverlässig vor dem Zu­griff seitens der grossen Firmen schützen will. Zudem haben die Mailclients in der Regel Zusätze wie Kalender- und Auf­gaben-Planer (siehe z.B. https://pkweb.ch/2Qal9tB).

Kann man die Mail diktieren? Ja! Am einfachsten geht dies am Mobiltelefon. Sofern man mit einem Mikrophon eingerichtet ist, kann man auch am PC Mails diktieren und zwar sowohl mit Mac- als auch mit Windows-Computern (siehe z.B. https://pkweb.ch/2Qh23Sv).

Wird meine Mail verschlüsselt? Im medizinischen Bereich wird in der Schweiz heute überwiegend HIN (Health Info Net) verwendet, das eine Verschlüsselung vom Sender bis zum Empfänger ermöglicht. Zu beachten ist aber, dass dies nur funktioniert, wenn beiderseits ein HIN-Konto eingerichtet ist. Sonst laufen nach wie vor die allermeisten E-Mails unver­schlüsselt, obwohl der Aufwand einer Verschlüsselung durch­aus vertretbar ist (siehe z.B. https://pkweb.ch/2QhLhT6). Man muss sich bewusst sein, dass die «grossen» Provider (z.B. Google, Microsoft) die Mails routinemässig durchsuchen und auch für gezielte Werbung verwenden.

Etzel Gysling

 

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