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Brustkrebs: Radikale Operation unnötig

  • r -- Fisher B, Jeong JH, Anderson S et al. Twenty-five-year follow-up of a randomized trial comparing radical mastectomy, total mastectomy and total mastectomy followed by irradiation. N Engl J Med 2002 (22. August); 347: 567-75 [Link]
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  • infomed screen Jahrgang 6 (2002) , Nummer 11
    Datum der Ausgabe: November 2002

In den 1970er Jahren wurde in den USA im Rahmen des "National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project" eine Studie gestartet, um zu untersuchen, ob beim Mammakarzinom die einfache Mastektomie eine Alternative sei zur damaligen Standardoperation, der radikalen Mastektomie nach Halsted. Die vorliegende Arbeit bestätigt nun die früher publizierten Resultate: auch nach einer Beobachtungszeit von 25 Jahren waren die Überlebensraten nach einer einfachen Mastektomie gleich wie nach der Halsted-Operation. Diejenigen Frauen, die nach klinischen Kriterien keinen Befall der axillären Lymphknoten aufweisen, profitierten nach einer einfachen Mastektomie von einer Nachbestrahlung bezüglich lokaler Rezidive, nicht aber bezüglich Metastasen.

Drei etablierte Behandlungsmethoden des Mammakarzinoms werden in dieser Langzeitstudie miteinander verglichen. Deren Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. 40% der Patientinnen mit radikaler Mastektomie und klinisch negativer Axilla hatten histologisch befallene Lymphknoten. 2. Die lokale Rückfallrate wird bei nodal negativen Patientinnen durch die nachfolgende Radiotherapie vermindert, nicht aber die Metastasenrezidive. Dieser Vorteil beeinflusst aber das Gesamtüberleben nicht.

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infomed-screen 6 -- No. 11
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Brustkrebs: Radikale Operation unnötig (November 2002)