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Kein Vorteil durch Protonenpumpenhemmer als Stressulkus-Prophylaxe

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 12. November 2018

In einer europäischen Multizenterstudie, an der auch zwei Schweizer Spitäler beteiligt waren, wurde der Nutzen eines Protonenpumpenhemmers bei der Stressulkus-Prophylaxe untersucht. Fast 3300 intensivmedizinisch betreute Patienten und Patientinnen, bei denen aufgrund der Begleitumstände ein erhöhtes Risiko einer gastrointestinalen Blutung anzunehmen war, erhielten entweder Pantoprazol (Pantozol® u.a., 40 mg/Tag i.v.) oder Placebo. Die Behandlung dauerte so lange, bis die Intensivstation verlassen werden konnte oder der Tod eingetreten war. Zwar war die Häufigkeit von relevanten Gastrointestinalblutungen in der Pantoprazol-Gruppe niedriger als in der Placebo-Gruppe (2,5% gegenüber 4,2%); doch beim primären Endpunkt, der Gesamtmortalität nach 90 Tagen, fand sich kein signifikanter Unterschied (31,1% gegenüber 30,4%).

Volltexte der Studie und des Begleiteditorials aus dem «New England Journal of Medicine»: Pantoprazole in Patients at Risk for Gastrointestinal Bleeding in the ICU und Proton-Pump Inhibitor Prophylaxis in the ICU – Benefits Worth the Risks?

 
Kein Vorteil durch Protonenpumpenhemmer als Stressulkus-Prophylaxe (12. November 2018)
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