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Antiemetika: erhöhtes Missbildungsrisiko

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 2. April 2019

In einer kanadischen Kohortenstudie beobachtete man eine erhöhte Missbildungsrate bei Kindern, deren Mütter gegen Übelkeit im ersten Trimenon Metoclopramid (Paspertin® u.a.) oder ein Kombinationspräparat mit einem Antihistaminikum (Doxylamin) und Pyridoxin (Vitamin B6) verwendet hatten. (Die Kombination Doxylamin/Pyridoxin ist in der Schweiz nicht erhältlich, als analog lässt sich die Kombination Meclozin/Pyridoxin [Itinerol® B6] betrachten.) Bei Metoclopramid fand man eine Zunahme von Missbildungen der Genitalorgane (Hypospadien), bei Doxylamin/Pyridoxin eine Zunahme von Missbildungen des Nervensystems (inkl. Spina bifida) und des muskuloskelettalen Systems.
Keine vermehrten Missbildungen traten bei Ondansetron (Zofran® u.a.) auf; allerdings war die Zahl der exponierten Frauen sehr gering.

Posterpräsentation der Studie: Antiemetic use in pregnancy and the risk of major congenital malformations: a population-based cohort study

 
Antiemetika: erhöhtes Missbildungsrisiko (2. April 2019)
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