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Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Mangel und Fluorouracil

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 29. April 2019

Ungefähr 5% der Allgemeinbevölkerung weisen einer verminderte Aktivität der Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) auf, wobei in 0,05 bis 0,1% der Fälle ein vollständiger Mangel besteht. Das Enzym katalysiert den Abbau der beiden Pyrimidine Uracil und Thymidin (Methyluracil); es ist auch verantwortlich für den Metabolismus von Fluorouracil, weshalb Personen mit einem DPD-Mangel gefährdeter gegenüber Fluorouracil-Nebenwirkungen sind (das Gleiche gilt für Capecitabin [Xeloda® u.a.], einem oral verabreichen Pro-Drug von Fluorouracil). In Frankreich müssen in Zukunft alle Patienten und Patientinnen, bei denen eine Behandlung  mit Fluorouracil oder Capecitabin geplant ist, auf einen DPD-Mangel untersucht werden.

Mitteilung der französischen Arzneimittelbehörde: Chimiothérapies à  base de 5-FU ou capécitabine: recherche obligatoire du déficit en DPD avant tout traitement

 
Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Mangel und Fluorouracil (29. April 2019)
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