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Metaanalyse zu den kardiovaskulären und gastrointestinalen Nebenwirkungen von nicht-steroidalen Entzündungshemmern

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 11. Juni 2013

In einer aktuellen Metaanalyse finden sich die Risikozunahmen zusammengestellt, die bezüglich kardiovaskulären und gastrointestinalen Nebenwirkungen von den verschiedenen nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAID) ausgehen. So erhöhten Coxibe das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses um 37% (was vor allem durch eine Zunahme von koronaren Geschehnissen bedingt ist). Diclofenac (Voltaren® u.a.) in einer Tagesdosis von 150 mg war mit einem um 41% erhöhten kardiovaskulären Risiko behaftet. Für Ibuprofen (Brufen® u.a.) in einer Tagesdosis von 2400 mg errechnete sich ebenfalls ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, wobei der Unterschied nur bei den koronaren Ereignissen signifikant war. Keine Zunahme des kardiovaskulären Risikos verzeichnete man bei Naproxen (Proxen® u.a.) in einer Tagesdosis von 1000 mg. Alle NSAID verdoppelten ungefähr das Risiko einer Herzinsuffizienz und waren mit einer signifikanten Zunahme des gastrointestinalen Risikos verbunden.


Kurzfassung der Metaanalyse aus dem «Lancet»: Vascular and upper gastrointestinal effects of non-steroidal anti-inflammatory drugs: meta-analyses of individual participant data from randomised trials

Früherer BDN-Text zum Thema: Diclofenac kardiovaskulär riskant

 
Metaanalyse zu den kardiovaskulären und gastrointestinalen Nebenwirkungen von nicht-steroidalen Entzündungshemmern (11. Juni 2013)
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