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Bluttransfusionen: Weniger Infektionen bei niedrigerer Hämoglobin-Schwelle

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 16. April 2014

Wenn man bei einer Anämie die Schwelle für eine Erythrozyten-Transfusion bei tieferen Hämoglobin-Werten ansetzt, sinkt gemäss einer Metaanalyse das Infektionsrisiko. Nach Transfusionen erkrankten Personen mit einem Hämoglobin-Ausgangswert zwischen 6,4 und 9,7 g/dl (Gruppe mit restriktiver Strategie) signifikant weniger an Infektionen als Personen mit einem Hämoglobin-Spiegel zwischen 9,0 und 11,3 g/dl (Gruppe mit grosszügiger Strategie), mit einer «risk ratio» (RR) von 0,88. Betrachtete man nur die schweren Infektionen, berechnete sich die RR mit 0,82; das absolute Risiko einer schweren Infektion betrug in der ersten Gruppe 11,8%, in der zweiten 16,9%. Mit einer restriktiven Strategie kann pro 1000 transfundierten Personen bei schätzungsweise 26 Personen eine schwere Infektion verhütet werden. 


Kurzfassung der Studie aus dem JAMA: Health Care-Associated Infection After Red Blood Cell Transfusion

 
Bluttransfusionen: Weniger Infektionen bei niedrigerer Hämoglobin-Schwelle (16. April 2014)
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