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Hormonsubstitution erhöht auch Ovarialkarzinom-Risiko

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 7. Mai 2015

Wie eine kürzlich erschienene Metaanalyse ergeben hat, die aus den Daten von 52 retrospektiven oder prospektiven Studien zusammengestellt wurde, erhöht eine postmenopausale Hormonersatzbehandlung auch das Risiko eines Ovarialkarzinoms. Frauen, bei denen nach der Menopause irgendeinmal eine Hormonsubstitution durchgeführt worden war, wiesen ein um 14% höheres Risiko auf, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken, als Frauen, die nie Hormone bekommen hatten. Je länger die Hormongabe dauerte und je kürzer sie zurücklag, umso höher lag das Ovarialkarzinomrisiko. Eine 5-jährige Hormonersatztherapie bedeutet, dass 1 zusätzlicher Todesfall pro 1700 behandelte Frauen und pro 5 Jahre auftritt; mit einer 10-jährigen Verabreichung sind es 1 Todesfall pro 800 behandelte Frauen und pro 5 Jahre.

Volltext der Studie aus dem «Lancet»: Menopausal hormone use and ovarian cancer risk: individual participant meta-analysis of 52 epidemiological studies

 
Hormonsubstitution erhöht auch Ovarialkarzinom-Risiko (7. Mai 2015)
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