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Überdiagnose und -behandlung bei der Prophylaxe osteoporotischer Hüftfrakturen?

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 2. Juni 2015

Unter den altersbedingten Knochenbrüchen machen die Hüftfrakturen einen kleineren Anteil aus, sind aber diejenigen mit den weitreichendsten Konsequenzen. Wie ein Artikel im BMJ darlegt, seien die heute angewandten Methoden, mit denen das Frakturrisiko erfasst wird – Knochendichtemessung, Einschätzung des Frakturrisikos zum Beispiel mit dem FRAX-Rechner –, wenig geeignet, um die Häufigkeit von Hüftfrakturen zu vermindern; sie würden vor allem dazu führen, dass zu häufig eine erhöhte Frakturgefahr diagnostiziert und eine Behandlung eingeleitet wird. Weniger als ein Drittel der Hüftfrakturen lassen sich allein einer verstärkten Knochenbrüchigkeit zuschreiben; Hauptgrund für die Hüftfrakturen sind Stürze, die mit dem Alter deutlich zunehmen. Ferner kann das Hüftfraktur-Risiko mit einer medikamentösen Prophylaxe nur marginal gesenkt werden: so müssen zum Beispiel 175 Frauen drei Jahre lang ein Bisphosphonat verwenden, damit eine Hüftfraktur verhindert wird.

Kurzfassung des Artikels BMJ: Overdiagnosis of bone fragility in the quest to prevent hip fracture

«pharma-kritik»-Artikel (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Behandlung der Osteoporose

 
Überdiagnose und -behandlung bei der Prophylaxe osteoporotischer Hüftfrakturen? (2. Juni 2015)
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