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Erythropoietin (Eprex® u.a.) verbessert Lebensqualität nicht

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 19. April 2016

Zur Behandlung einer renalen Anämie werden Erythropoietin oder ähnliche Substanzen eingesetzt. Indem man dabei einen möglichst hohen Hämogobinwert anstrebt, steigert man gemäss einer aktuellen Metaanalyse allerdings nicht die Aussichten auf eine verbesserte Lebensqualität. So fand man zwischen Personen, deren Hämoglobinwert bei 7,4 bis 12 g/dl lag, und solchen, bei denen er 10,2 bis 13,6 g/dl betrug, keinen Unterschied bei Lebensqualität-bestimmenden Parametern wie dem «Short Form-36 Health Survey» (SF-36) und «Kidney Disease Questionnaire» (KDQ).
Schon früher hat sich gezeigt, dass man Morbidität und Mortalität nicht verbessert, wenn man bei chronisch Nierenkranken den Hämoglobinspiegel mit Erythropoietin zu normalisieren versucht.

Kurzform der Metaanalyse aus den «Annals of Internal Medicine»: The Effect of Erythropoietin-Stimulating Agents on Health-Related Quality of Life in Anemia of Chronic Kidney Disease: A Systematic Review and Meta-analysis

«infomed-screen»-Text: EPO-Therapie bei renaler Anämie: «less is more»

 
Erythropoietin (Eprex® u.a.) verbessert Lebensqualität nicht (19. April 2016)
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