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Vaginales Progesteron: Kein Nutzen bei erhöhtem Frühgeburtrisiko

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 31. Mai 2016

Das Ergebnis einer aktuellen Studie widerlegt die Hypothese, wonach vaginal verabreichtes Progesteron das Frühgeburtrisiko zu senken vermag. Knapp 1200 schwangere Frauen, bei denen zum Beispiel wegen einer vorangegangenen Frühgeburt von einem erhöhten Frühgeburtrisiko auszugehen war, verwendeten doppelblind Progesteron (Utrogestan®, 1-mal 200 mg/Tag vaginal) oder Placebo; die Behandlung begann zwischen der 22. und 24. und dauerte bis maximal zur 34. Schwangerschaftswoche. Durch die Anwendung von Progesteron liess sich das Frühgeburt- und Fruchtodrisiko nicht signifikant senken; die Aussichten für das Neugeborene (bezüglich Sterblichkeit, Hirnschaden und bronchopulmonaler Dysplasie) und für das Kleinkind (bezüglich kognitivem Entwicklungstand im Alter von 2 Jahren) wurden durch Progesteron ebenfalls nicht verbessert.

Volltexte der Studie und des Begleitkommentars aus dem «Lancet»: Vaginal progesterone prophylaxis for preterm birth (the OPPTIMUM study): a multicentre, randomised, double-blind trial und Progestogens and preterm birth – not the hoped for panacea?

Früherer BDN-Text: Progesteron vermag Aborthäufigkeit nicht zu senken

 
Vaginales Progesteron: Kein Nutzen bei erhöhtem Frühgeburtrisiko (31. Mai 2016)
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