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Vermehrt Thromboembolien unter Testosteron

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 2. Dezember 2016

Eine britische Fall-Kontroll-Studie lässt annehmen, dass eine Testosteron-Behandlung ein erhöhtes Thromboembolie-Risiko bedeutet. Über 19’000 Männer, die eine Venenthrombose oder eine Lungenembolie erlitten hatten, wurden einem Kontrollkollektiv gegenübergestellt. Dabei zeigte sich, dass in der Fallgruppe häufiger eine Testosteron-Behandlung stattgefunden hatte als in der Kontrollgruppe. Signifikant war der Unterschied bei den Männern, bei denen der Beginn der Testosteron-Behandlung nicht mehr als ein halbes Jahr zurücklag. In diesem Kollektiv betrug die korrigierte «Rate Ratio» 1,63 (1,12–2,37), woraus sich ein Anstieg der Thromboembolie-Häufigkeit von 1,6 auf 2,6 pro 1000 Personenjahre ableiten lässt.

Volltext der Studie aus dem BMJ: Testosterone treatment and risk of venous thromboembolism: population based case-control study 

Früherer BDN-Text: Testosteron-Präparate: Warnung wegen kardiovaskulärem Risiko

 
Vermehrt Thromboembolien unter Testosteron (2. Dezember 2016)
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